"Missachtung des Ursprungs unserer europńischen Werte"

Karl Schiewerling MdB, Landesvorsitzender des Kolpingwerkes in NRW

Düsseldorf/Paderborn. Mit deutlichen Worten kritisiert das Kolpingwerk NRW das Vorhaben des SPD-Europapolitikers  Martin Schulz, christliche Symbole aus allen öffentlichen Gebäuden in der ganzen EU zu verbieten: „Europa und sein Menschenbild, seine Werte und seine Überzeugungen basieren auf genau diesen christlichen Wurzeln und Traditionen. Wer meint, die Symbole per EU-Dekret verbannen zu können, verbannt damit auch die sichtbaren Zeichen der ethischen und moralischen Wurzeln unserer europäischen Wertegemeinschaft“, entgegnete jetzt der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes NRW und Bundestagabgeordnete, Karl Schiewerling.

 „Schulz missachtet nicht nur den christlichen Glauben und die Verwurzelung von 80 Prozent der EU-Bürger. Er missachtet den Ursprung jener Werte, die unseren Kulturkreis so menschlich und stark gemacht haben: Nächstenliebe,  Toleranz, Solidarität, Verantwortung und Freiheit. Es ist gerade jetzt wichtig, dass wir uns dieser Wurzeln und Werte immer bewusst sind. Heute und in Zukunft. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir auch durch Symbole wie das Kreuz immer wieder daran erinnert werden“, betonte Schiewerling, in dessen katholisch geprägten Sozialverband allein in NRW rund 100.000 Mitglieder organisiert sind.  Der Kolping-Landesverband verweist dabei auch auf die Landesverfassung in NRW: Dort ist in Artikel 7 ein klarer, unmissverständlicher Gottes-Bezug verankert. Obendrein sind die Forderungen von Schulz nicht mit der Rechtsprechung des EU-Menschenrechts-Gerichtshofes als auch mit dem Vertrag von Lissabon juristisch vereinbar.

Schiewerling betonte obendrein: „Schulz leistet mit diesen Plänen ausgerechnet der europäischen Idee einen Bärendienst. Mit seinem Plan, die EU solle die Kreuze an den Wänden verbieten, schlägt er über 400 Millionen Christen in den EU-Ländern vor den Kopf – anstatt sie von der Idee der EU zu begeistern. Das ist im doppelter Hinsicht verantwortungslos: Es verletzt religiöse Gefühle und provoziert bei den Menschen eine noch stärkere Skepsis und Ablehnung gegenüber dem EU-Zentralismus.“