Familie und Bildung als Schwerpunkte / Werner Sondermann verabschiedet / Reinlinde Steinhofer neue Landesgeschäftsführerin

Die Themen Familie und Bildung bilden die Kernschwerpunkte der inhaltlichen Arbeit des Kolpingwerkes Landesverband Nordrhein-Westfalen. Bei der Landesversammlung des katholischen Sozialverbandes mit etwa 100.000 Mitgliedern in NRW standen daher in einem Studienteil die Herausforderungen für Familien und ihre ökonomische Bedeutung für die Gesellschaft im Mittelpunkt (wir berichten gesondert über den Studienteil).

Der Landesvorsitzende Karl Schiewerling MdB nannte die Weiterentwicklung  eigener politischer Positionen des Landesverbandes und den Diskurs mit den Verantwortlichen aus Gesellschaft, Kirche und Politik als eine wichtige Aufgabe im Hinblick auf die NRW-Landtagswahlen im Jahre 2017.

Im vergangenen Jahr ist das Thema Flüchtlinge stark in den Fokus der verbandlichen Arbeit gerückt. „Wie haben das als Landesverband früh erkannt und unsere Aktion ‚Aktiv gegen religiöse Verfolgung’ gestartet“, berichtete Schiewerling. So sei es gelungen nicht nur mit den politischen Forderungen zur Verbesserung der Situation der Menschen, die sich auf der Flucht befinden, gehört zu werden. „Die 20.000  Unterschriften, die wir dem Bundestagsvizepräsidenten Peter Hintze übergeben konnten, waren schon ein starkes Zeichen“, betonte der Kolping-Landesvorsitzende.

Daneben habe die Aktion aber auch dazu geführt, dass viele Kolpingsfamilien sich angesprochen gefühlt hätten, sich vor Ort um Flüchtlinge zu kümmern. Schiewerling ist sicher, dass dies nur ein erster Schritt war. „Die Unterstützung von Flüchtlingsfamilien wird noch lange Zeit eine Aufgabe für unsere Kolpingsfamilien sein und von uns als Landesvorstand begleitet werden.“

Schiewerling betonte die Bedeutung des Engagements des Kolpingwerkes und seiner Mitglieder in der wirtschaftlichen und sozialen Selbstverwaltung des Handwerks und der Versicherungsträger. Darüberhinaus seien die Kolpingbildungsunternehmen fachkompetente Partner in Fragen der Aus- und Weiterbildung.

Der Landesvorsitzende dankte Mitgliedern „für das großartige Engagement, durch das wir in Nordrhein-Westfalen ein gutes Profil haben“. Besonders bedankte es sich aber bei zwei langjährigen Mitstreitern im Landesverband. Werner Sondermann und Martin Thees beendeten ihre Arbeit in dem Gremium. Sondermann nach mehr als 20 Jahren als Landesgeschäftsführer, Thees nach 7 Jahren. „Sondermann habe das Bild des Landesverbandes in seiner Funktion entscheidend mitgeprägt“, lobte Schiewerling. Vieles habe man in dieser Zeit zusammen erreicht.  Auch der ehemalige Aachener Kolping-Diözesanvorsitzende Martin Thees habe sich, wie Sondermann, stets mit hoher Kompetenz und Verlässlichkeit in die Vorstandsarbeit eingebracht.

Zur Nachfolgerin von Werner Sondermann in der Funktion der Landesgeschäftsführung wählten die Delegierten Reinlinde Steinhofer, die Gesamtleiterin des Kolping-Berufsbildungswerkes in Brakel. Als Vertreter der Diözesanverbände (DV) wurden in den Landesvorstand gewählt: Maria Taube (DV Aachen), Hans-Josef Winkler (DV Essen),

Martin Rose (DV Köln), Heribert Knollmann (DV Münster) und Else Garske (DV Paderborn).

Kassenprüfer sind nun Peter Witte (DV Aachen) und Markus Brügger (DV Paderborn). Ersatzkassenprüferin ist Sabine Terlau (DV Köln).

Neben der inhaltlichen Arbeit will sich der Landesverband künftig auch mit organisatorischen Fragen zur Zusammenarbeit der verbandlichen Ebenen befassen. Kommunikationswege, Themen der Außenvertretung in unterschiedlichen Bereichen und die Setzung von Schwerpunktthemen, stehen nach einem Beschluss der Landesversammlung auf Antrag der Diözesanverbände Münster und Paderborn dabei im Mittelpunkt.     

Karl Schiewerling (Landesvorsitzender, links im Bild) und Franz Westerkamp (rechts im Bild) verabschieden Werner Sondermann (2.v.l.) und Martin Thees.                                                                       

v.l.: Reinlinde Steinhofer, Martin Rose, Hans-Josef Winkler, Karl Schiewerling, Else Garske, Franz Westerkamp, Maria Taube