äDas christliche Menschenbild als Grundlage bewahrenô

Aachen/Paderborn 02.07.2016. „Das Motto Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht kann nicht die Grundlage politischen Handelns in unserem Land sein“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag NRW, Armin Laschet, vor den Delegierten der Kolping NRW-Landesversammlung in der Handwerkskammer Aachen. Vielmehr sei es die christliche Soziallehre mit den Eckpfeilern Personalität, Subsidiarität und Solidarität, die Grundlage politischer Entscheidungsprozesse sein müsse, so Laschet weiter. Das gelte auch für die Bildungs- und Familienpolitik in NRW.

Das Kolpingwerk Landesverband Nordrein-Westfalen hatte sich zur Vorbereitung auf die Landtagswahlen 2017 in den vergangenen beiden Jahren intensiv mit den Themen „Bildung“ und „Familie“ beschäftigt und dazu erste Positionsentwürfe vorgelegt. „In diesen Bereichen liegt die Kernkompetenz unseres Verbandes und der Kolping-Bildungswerke in NRW mit ihren über 2.400 hauptberuflichen Mitarbeitern“, erläuterte der Kolping-Landesvorsitzende Karl Schiewerling MdB die inhaltliche Schwerpunktsetzung. Gemeinsam mit Laschet wurden deshalb die Themen Familienberatung, die Rolle des Staates in der Familienhilfe, frühkindliche Bildung, Sprachförderung in der Kita, Verbesserung der Qualität der Arbeit in den Kindertagesstätten, Inklusion, berufliche Bildung und die Integration von Flüchtlingen intensiv diskutiert.

„Wesentlich ist“, so Schiewerling, „das Wahlrecht der Eltern zur Erziehung. Diesem widerspricht, dass Eltern, die ihr Kind in den ersten Jahren selbst erziehen, große Hindernisse erfahren, wenn sie ihr Kind erst ab dem 3. Lebensjahr in die KiTa geben wollen.“

Die Flüchtlingsintegration stellt für Laschet aktuell die größte Herausforderung dar: „Wir müssen schnellstmöglich 40.000 Flüchtlingskinder integrieren. Von passenden Bildungs- und Sprachangeboten wird abhängen, ob die Flüchtlinge angesichts demographischer Faktoren in Zukunft eine Chance für uns sein können.“

Bis zur Landtagswahl im Mai 2017 wird der Landesvorstand des Kolpingwerkes in NRW die diskutierten Positionen um die Anregungen der Delegierten ergänzen und ein Gesamtpositionspapier als Positionen zur Landtagswahl verabschieden. Es sei, so Schiewerling abschließend, immer die Aufgabe der Kolpingwerke gewesen, eigene Erfahrungen und Kompetenzen in die gesellschaftliche Debatte einzubringen und für die eigenen Werte einzustehen – zukünftig noch stärker in den Bereichen Bildung und Familie.

Die Kolpingjugend NRW Řberreicht Armin Laschet ihre bildungspolitischen Positionen. Rechts im Bild: Der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes in NRW, Karl Schiewerling MdB