Familie und Bildung stńrken!

In wenigen Wochen stehen die Landtagswahlen in NRW an. „Als Kolpingwerk Landesverband wollen wir in diesem Zuge die Themen "Familie" und "Bildung" wieder stärker in den politischen Diskurs bringen“, sagt die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Reinlinde Steinhofer.

Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden Karl Schiewerling und Andreas Riedel aus der Kolpingjugend stellte sie heute (16.03.2017) ein spezielles Positionspapier vor, das sich direkt an die Landespolitik richtet.

„Uns geht es darum, dass Familien stärker unterstützt und Bildungsangebote flexibler gestaltet werden. Die Politik muss hier noch aktiver werden. Sie muss gute Rahmenbedingungen schaffen und sich vor allem auf spezielle Problemgebiete konzentrieren“, so der Landesvorsitzende Karl Schiewerling.

Unter Bildung versteht der Landesverband dabei nicht nur die reine Wissensvermittlung, sondern auch die Vermittlung von Werten. „Das ist gerade in diesen turbulenten Zeiten mit Kriegen, Terror und Rechtspopulismus eine enorm wichtige Aufgabe“, betont Schiewerling.

Kompaktübersicht der Forderungen an die NRW-Landesregierung:

 

Positionen Familie

 

  • Stärkere Unterstützung der Ehe- und Familienberatungsstellen

  • Unterstützung von innovativen und niedrigschwelligen Angeboten der Familienbildung – etwa von Familienzentren an Grundschulen

  • Mehr Qualität in der Kinderbetreuung

  • Unterstützung der Schulen bei der Inklusion

  • Ausbau von Ganztagsangeboten an Grund und weiterführenden Schulen

  • Unterstützung insbesondere kinderreicher Familien beim Wohnungsbau

  • Einführung einer Generationenverträglichkeitsprüfung bei allen Maßnahmen der Landesregierung

  • Einsatz auf Bundesebene für eine bessere Anerkennung der Leistung von Familien etwa bei der Berechnung des Kindergeldes oder der Berücksichtigung in den Sozialversicherungen

 

Positionen Bildung

 

  • Non-formale Bildung: Bildung ist nicht nur formale Bildung! Bildungsinstitutionen – allen voran die Schule – müssen sich öffnen!

  • Digitalisierung: Die Digitalisierung unserer Lebenswelt verändert auch das Bildungs- und Lernverhalten tiefgreifend. Wir fordern die Landesregierung auf, durch die konsequente Weiterqualifizierung des gesamten pädagogischen Personals entlang der Bildungskette sicherzustellen, dass keine Bildungsverlierer produziert werden.

  • Flüchtlinge: Passgenaue Bildungsangebote – insbesondere im Bereich der Sprache – sind erste und wichtigste Integrationsvoraussetzung. Alle Flüchtlinge mit Bleibeperspektive müssen schnellstmöglich mit qualitativ hochwertigen Angeboten der Sprachqualifizierung versorgt werden.

  • Berufliche Bildung! Berufliche Bildung ist keine Bildung zweiter Klasse! Wir fordern die Landesregierung auf, akademische und berufliche Bildung nicht gegeneinander auszuspielen.

  • Bildungsgerechtigkeit: Deutschland – und diese Diagnose gilt auch für NRW – ist immer noch ein Land der Ungleichheiten. Das Kolpingwerk in NRW fordert eine bessere Durchlässigkeit des Bildungswesens insbesondere für benachteiligte junge Menschen. Wir fordern in diesem Kontext eine bessere Strukturierung der Berufsvorbereitung.

Dr. Markus Warnke, Karl Schiewerling, Reinlinde Steinhofer, Andras Riedel