Passgenaues „Matching“ und dezentrale Beschulung als zentrale Herausforderungen!

privat Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Handwerk und insbesondere auf die Ausbildung
nahm das Kolpingwerk NRW gemeinsam mit Matthias Goeken MdL und Spitzenvertreter*innen des Handwerks in den Blick. Beim ersten digitalen Spitzengespräch des Kolpingwerkes, an denen rund 20 Teilnehmende der sieben Handwerkskammern in NRW teilnahmen, wurde besonders der Blick auf den Nachwuchs im Handwerk gelegt. CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, der zugleich handwerkspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, freute sich über diese hohe persönliche Beteiligung dieses Gesprächs. In seinem Eingangsstatement betonte er dabei die Wichtigkeit der dezentralen Ausbildungsmöglichkeiten mit kurzen Wegen auch zu Berufsschulen. „Dabei steht die Qualität der Ausbildung bei vielen jungen Menschen ganz weit oben“, so Goeken, der selbst eine handwerkliche Ausbildung als Bäcker durchlaufen hat.  

Entscheidend sei jetzt in der Corona-Krise der gelungene Übergang von Schule in die Ausbildung als besondere Herausforderung. Erste Zahlen zeigen bereits einen deutlichen Rückgang der Ausbildungsverträge. Diese sind jedoch teilweise regional und berufsspezifisch sehr unterschiedlich. So müssen Praktika unter den besonderen Bedingungen möglich sein und das „Matching“ zum Finden des Ausbildungsplatzes führen. Hier können die Berufs-Bildungszentren einen wichtigen Beitrag leisten, so Reinlinde Steinhofer vom Kolping-Bildungswerk in Paderborn.  Zugleich ist der „Dreiklang“ der Ausbildung zwischen Betrieb, Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLu) und Berufsschule entscheidend für eine qualitative Ausbildung im Handwerk, so Vertreter*innen aus dem Handwerk. Dabei muss die Drittelverteilung der ÜLu-Kosten durch Handwerk, Bundesland und Bund wieder angepasst werden. Zugleich verweisen die Handwerker*innen auf den hohen Stellenwerk handwerklicher Ausbildung und die guten Weiterbildungs- und Karrierechancen.  

Die breiten Informationen und Erkenntnisse aus dem digitalen Austausch sollen nun in die politische Arbeit einfließen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Austausch im kommenden Jahr fortgeführt werden muss.

Text: Daniel Fissenewert